Trauer



Ist es ehrlich, wenn ausgerechnet Peter Chmielewski, der in seinen Seminaren so viel Optimismus, so viel Positives Denken versprüht, eine Trauerrede hält?








Ja, ist es. Mit jeder Geburt geht genau ein Tod einher. Sich über ein neugeborenes Leben zu freuen, heißt also auch zu akzeptieren, dass dieses Leben so nicht unendlich ist. Der Tod als Selbstverständlichkeit. Als Selbstverständlichkeit, die so weh tut.











Dabei ist es meistens nicht der Tod selbst, der die "Hinterbliebenen" leiden lässt, was schmerzt, ist der Verlust. Ein herzliches Lächeln, eine sympathische Stimme nicht mehr zu hören, eine vertraute Geste nicht mehr zu sehen, eine liebevolle Umarmung nicht mehr zu spüren.




Jeder trauernde Mensch darf davon überzeugt sein, dass all seine Schmerzen, seine Wut über den nicht rückgängig machbaren Verlust, etwas sehr SCHÖNES und KOSTBARES ausdrücken. Sie zeigen, ja sie dokumentieren die Bedeutung, die Wertschätzung, die Liebe, die mit der verstorbenen Person einhergehen.


Aber ist die verstorbene Person wirklich nicht mehr bei uns? Nur weil wir sie nicht mehr sehen, hören, fühlen können, ist ja nicht bewiesen, dass sie nicht mehr an unserer Seite ist. Bei allen Errungenschaften der Wissenschaft dürfen wir uns eingestehen, dass wir diese Frage noch nicht beantworten können. Lassen Sie uns also denen glauben, die die Wahrheit suchen und denen misstrauen, die glauben, sie gefunden zu haben.





Ein schöner Gedanke, denn er lässt ja den Schluss zu, dass die verstorbene Person uns vielleicht doch viel näher ist, als wir es uns vorstellen können. Diese Überlegungen und natürlich der Mensch um den wir trauern, sie bilden den Mittelpunkt der Trauerrede. Wie war dieser Mensch, was hat ihn ausgemacht, was war (ist?) so ganz typisch für diesen Menschen…


Dabei gibt es bestimmt viel Gutes, vielleicht auch Humorvolles, das vorgetragen werden kann. Emotionen sind wichtiger als Stationen. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie eine liebgewonnene Person durch eine Trauerrede von mir würdigen wollen. Bitte erwarten Sie nicht von mir, dass ich Negatives in die Rede einbaue oder einen Lebenslauf vorlese, der den Eindruck erweckt, es handle sich um eine Bewerbung. Emotionen sind wichtiger als Stationen.

Liebe Grüße und eine gelebte Umarmung

Ihr Peter Chmielewski 



 Ach ja, auch das werde ich manchmal gefragt, ich bin der Meinung eine einfühlsame Trauerrede sollte nicht mehr als 300 Euro kosten.